Sophie Sophie Sophie! Die Kunst in allen Dingen

„Dali wäre so neidisch auf diese Inszenierung! Ein Bühnenbild, das in das Geschehen einsaugt, lebendig wird und Platz für all das schafft, was diese Künstlerin ausmacht. Einer so komplexen Persönlichkeit gerecht werden, kann man nur, wenn man ihrer Geschichte mit viel Talent begegnet – schauspielerisch und dramaturgisch. Was für ein Glück für uns Zuschauer! Von den Zuschauerinnen ganz zu schweigen!
Die Inszenierung zitiert und übersetzt auf der Bühne Genres, Richtungen und Persönlichkeiten der Kunstgeschichte und bedient sich dabei ihrer Formen und Materialien so, dass man diesen ungezwungenen Kunstunterricht jeder Schule wünschen möchte – Verständnis wecken für die Kunst, „Einen Begriff von den Problemen der Zeit vermitteln“ (Max Bill über Sophie Taeuber) So kann Feminismus auch sein: unaufdringlich durchdringend.
Es war mir ein Vergnügen das Theaterstück Sophie Sophie Sophie! Die Kunst in allen Dingen von und mit dem Theater R.A.B., Freiburg zu sehen!“
Laudatio zu 2. Jurypreis der Heidelberger Theatertage

„Franziska Braegger, Sebastian Götz und Len Shirts überzeugen in der „Theater R.A-B.“- Produktion „Sophie Sophie Sophie – Die Kunst in allen Dingen“. Die starke Wirkung entsteht nicht allein aus der starken Geschichte, die sich auf die Spuren von Sophie Taeuber-Arp – der großen, vielseitigen, aber fast vergessenen Künstlerin – macht: Diese Geschichte bekommt in der Regie von Brian Lausund eine starke Form, die die Vielfalt des Werks der Künstlerin widerspiegelt. Masken, bildhafte Elemente, Pantomime, sowie die umwerfende Präsenz und Leichtigkeit im Spiel des Ensembles verschmelzen zu einem Gesamtkunstwerk. Es macht Spaß, bei dieser Produktion Publikum sein zu dürfen.“
Manfred Jahnke, Theaterkritiker und Dramaturg

„[…] Sophie Taeuber-Arps überbordende Kreativität zeigt sich im Stück in Form von animierten Projektionen, Figurenspiel, musikalischen Einsprengseln oder einem Maskentanz von M und W. Es sind wunderbar poetische Verneigungen vor Sophies Ideenreichtum, der auch auf die grauen Beamten ansteckend wirkt. […]“
Mirjam Bächtold, St. Galler Tagblatt

„[…] ein sich steigerndes Kunsthappening […] es wird gedichtert, philosophiert, herumgefaxt und getanzt […]“
Marion Klötzer, Badische Zeitung

Plakat zur Inszenierung "Sophie Sophie Sophie! Die Kunst in allen Dingen

Sophie Taeuber-Arp, 1889-1943, war Malerin, Webkünstlerin, Performancekünstlerin, Tänzerin, Dadaistin, Kostümdesignerin, Möbeldesignerin, Architektin, Innenarchitektin, Dozentin, Gastgeberin und Streiterin für die modernen Künste.
Im Polizeibericht stand:  „Sophie Taeuber-Arp, gestorben 13. Januar 1943 durch Kohlenmonoxid-vergiftung. Beruf: Hausfrau.“
Sophie Taeuber-Arp – lange die Frau auf dem 50 SFr. Schein – war an der Schnittstelle der klassischen und modernen Kunst europaweit tätig. Ihr Schaffensspektrum, ihre künstlerische Herangehensweise und ihre Ästhetik sind wegweisend und doch blieb sie unscheinbar.

Foto © 2023 Jennifer Rohrbacher

Foto © 2023 Jennifer Rohrbacher

Verschiedene Kunstformen – Schauspiel, Maskenspiel, Objekttheater und Projection Mapping – verschmelzen, um die kafkaeske Rahmenhandlung zu erzählen: in einem kleinen Büro arbeiten zwei Sachbearbeiter. Ihre Tätigkeit: Menschen und Ereignisse sinnvoll und korrekt einzuordnen. Eines Tages bekommen sie viele Kisten geliefert. Es sind Zeugnisse der plötzlich verstorbenen Sophie Taeuber-Arp. Der Auftrag der Sachbearbeiter: einordnen! Dass sie scheitern, liegt schon an der Fülle des Werkes …

Foto © 2023 Jennifer Rohrbacher

Foto © 2023 Jennifer Rohrbacher

Als die Werke beginnen, sich zu wehren, nimmt das Geschehen surreale Züge an.

Foto © 2023 Jennifer Rohrbacher

Foto © 2023 Jennifer Rohrbacher

Diese Masken sind angelehnt an zwei Holzköpfe von Sophie Taeuber-Arp: ein Porträt von Hans Arp und vermutlich ein Selbstporträt. Foto@2023 Jennifer Rohrbacher | Masken Len Shirts
Foto © 2023 Jennifer Rohrbacher

Foto © 2023 Jennifer Rohrbacher

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A diagram capturing the many aspects of Sophie Taeuber-Arp’s life and works.

  • Leitung: Franziska Braegger, Len Shirts
  • Szenario: Ensemble
  • Regie: Brian Lausund
  • Projektionen/Multimedia: Roland Sproll
  • Schauspiel/Maskenspiel: Franziska Braegger, Sebastian Götz und Len Shirts
  • Musik: Roland Sproll
  • Gesang: Michelle DeFalque
  • Masken & Figuren: Len Shirts, Gabrielle Jost
  • Bühnenbild/Requisite: Werner Klaus
  • Kostüme:  Susanne Kloiber
  • Publizität: Uta Krauss
  • Altersgruppe: Erwachsene und Jugendliche (ab 12 J.)
  • Personal: 3 Spielende
  • Spieldauer: ca. 90 Minuten ohne Pause
  • Bühnengröße: mindestens 6,50 m breit x 5m tief x 3,5m hoch
    Die Inszenierung ist jedoch für große und kleine Bühnen konzipiert
    Die Bühne soll erhöht sein oder die Zuschauerreihen ansteigen.
  • Schulvorstellungen: Für Museen & Schulen sind informative Beiprogramme sowie theaterpädagogische Begleitmaßnahmen möglich.

Die Produktion ist eine Kooperation mit E-Werk Freiburg sowie Radio Dreyeckland und gefördert vom Kulturamt Stadt Freiburg im Breisgau, der Stiftung Landesbank Baden-Württemberg, dem Landesverband Freier Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, dem Amt für Kultur Kanton St. Gallen/Swisslos und dem Kulturamt Stadt St. Gallen.